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27.11.2014 / Ausland / Seite 8

»Schweiz betrügt Herkunftsländer um Steuererträge«

Schweizer Gewerkschaft Unia kämpft um die Abschaffung von Steuerprivilegien für ausländische Millionäre. Ein Gespräch mit Nico Lutz

Interview: Johannes Supe

Wer in der Schweiz lebt und arbeitet, der muss Einkommen und Vermögen auf den letzten Rappen genau besteuern. Wer aber Millionen besitzt und aus dem Ausland kommt, der darf aushandeln, wie viele Steuern er zahlen möchte. Wie funktioniert dieser Trick?

Sie meinen die Pauschalbesteuerung. Die gilt ausschließlich für Menschen, die keine Schweizer Staatsbürger sind und hier auch keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, aber in der Schweiz leben. Bei ihnen werden dann nicht Einkommen und Vermögen versteuert, sondern man besteuert ihre Lebenshaltungskosten. Um die festzustellen werden normalerweise die Mietausgaben einfach verfünf- oder siebenfacht. Nur der Betrag, der dabei herauskommt, muss dann besteuert werden.

Tatsächlich handelt es sich um ein Umgehungsvehikel, um Steuererträge nicht im eigenen Land bezahlen zu müssen. Zu günstigen Konditionen lassen sich Reiche in der Schweiz nieder, mittlerweile mehr als 5.500 Personen. Die eigenen Herkunftsländer werden da...

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