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18.11.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Schwarzer Markt

Die Ukraine kommt um den Kauf von Kohle in Russland nicht herum. Vielleicht kommt sie sogar aus dem Donbass - nur teurer

Reinhard Lauterbach

Im Frühjahr und Sommer schien der Winter noch weit, und die ukrainische Führung war sich sicher: wir brauchen die Donbass-Kohle nicht. Eine Million Tonnen Kohle aus Südafrika sollte importiert werden. Nun aber stößt dieser Import auf eine Reihe von Schwierigkeiten, und Kiew muss, ob es will oder nicht, zum Kohleimport aus Russland zurückkehren.

Noch im Sommer 2013 hatte die Ukraine über einen Überfluss an Kohle geklagt. Millionen Tonnen lagen im Donbass auf Halde und waren unverkäuflich. Dort liegen sie im wesentlichen auch heute noch - nur sind inzwischen Produzenten und Verbraucher durch die Front des Bürgerkrieges getrennt. Ein Beispiel für die Folgen: das mit regionaler Kohle gespeiste Kraftwerk von Lugansk musste die Belieferung der Stadt mit Strom einstellen, weil die Transportbänder im Sommer durch Beschuss zerstört wurden. Außerdem steht das Kraftwerk unter Kontrolle der Regierungstruppen, die Verbraucher aber leben in der »Volksrepublik Lugansk«...

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