Schwarzer Kanal
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17.11.2014 / Feuilleton / Seite 10

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Kritik der untanzbaren Zustände: Worin Knarf Rellöms Stärke besteht - und die der Umherschweifenden Produzenten

Christof Meueler

Man kann nicht behaupten, dass Knarf Rellöm von Platte zu Platte immer besser geworden sei. Nein, er war schon von Anfang an sehr gut. Lustiger und origineller als die anderen aus der Hamburger Schule, damals in den frühen 90ern. Das war diese ernste, linke, halbliterarische Indierockrichtung mit dem Radical Chic, zu der sich die Hamburger Bands nur unter der Hand bekennen wollten, offiziell fanden sie Begriff peinlich. Vorneweg Blumfeld, hinten dran Tocotronic und nebendran die Goldenen Zitronen, die 1998 auch eine Platte aufnahmen, die sie »Dead School Hamburg (Give me a Vollzeitarbeit)« nannten.

Knarf Rellöm war immer mittendrin, aber nicht so bekannt, mehr so im Hinterzimmer, wie auch die Booking Agentur hieß, die er mal betrieben hat. Als er Mitte der 80er aus Dithmarschen nach Hamburg kam, sagten ihm die Goldenen Zitronen, die damals noch gern in Schlafanzügen Musik machten und in Punkläden Schlagerkassetten einlegten, um die Leute zu ärgern: »Du w...

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