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17.11.2014 / Inland / Seite 8

»Studierende, die arbeiten müssen, sind gefährdet«

Studierendenvertretungen geht Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) nicht weit genug. Gespräch mit Daniel Gaittet

Interview: Gitta Düperthal

Daniel Gaittet ist Vorstandsmitglied des »Freien Zusammenschlusses von StudentInnenschaften« (fzs), dem bundesweiten Dachverband von Studierendenvertretungen

Am Donnerstag hat der Bundestag das Bundesausbildungsförderungsgesetz geändert. Die Bundesregierung feiert dies als großen Erfolg auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit. Warum sind Sie weniger begeistert?

Klar, mit dem Reförmchen ist es besser als ohne. Aber es ist nur ein Pflaster auf der Wunde, die die Politik in den vergangenen Jahren aufgerissen hat. Mit der Lebensrealität der Studierenden hat das nichts zu tun. Ein Beispiel: Nach dem neuen Gesetz soll die Wohnpauschale auf 250 Euro erhöht werden. Nach Erhebungen des Deutschen Studierendenwerks ist aber bekannt, dass Studierende durchschnittlich 298 Euro Miete monatlich zahlen. Auch die als Errungenschaft gefeierte Anhebung der Bedarfssätze um sieben Prozent wird durch gestiegene Lebenshaltungskosten aufgefressen. Der BAföG-Höchstsatz wird nur...

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