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17.11.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

»Politische Lösung nicht gewollt«

Vage Vorwürfe: Die syrische Justizbehörden haben den Oppositionellen Louay Hussein inhaftiert, weil er das »Nationalgefühl« verletzt hat. Ein Gespräch mit Anwalt Anas Joudeh

Karin Leukefeld, Damaskus

Am vergangenen Mittwoch wurde Louay Hussein, der Vorsitzende Ihrer Organisation »Den syrischen Staat aufbauen«, festgenommen. Er befindet sich im Adra-Gefängnis nördlich von Damaskus. Wissen Sie, wie es ihm geht?

Ich habe Louay Hussein am Samstag morgen im Gefängnis getroffen und natürlich schon zuvor bei der Anhörung vor dem Untersuchungsrichter. Es geht ihm moralisch und gesundheitlich gut. Es ist ihm wichtig, der Öffentlichkeit mitzuteilen, dass er seit langem mit einer neuerlichen Festnahme gerechnet hat. Das hatte ihn aber nicht daran gehindert, seine Meinung zu sagen oder etwas zu tun, wenn er es für richtig hielt. Und das wird so bleiben. Er ruft niemanden dazu auf, dieses politische System gewaltsam zu ändern, und er wird weiter an der Veränderung dieses Systems in einen demokratischen und gerechten Staat für alle seine Bürger arbeiten.

Was genau wird ihm vorgeworfen?

Die Vorwürfe sind ziemlich vage und oberflächlich. Er soll das Nationalgefühl...

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