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17.11.2014 / Feuilleton / Seite 11

Heidi im »Dichtestress«

Die Schweizer Krankheit: Wie der Umweltverein Ecopop den Zusammenhang von Wohlstand und Elend verdreht

Robert Best

Als einziger Beitrag Deutschlands und der Schweiz zur Familie der Filmgattungen gilt gemeinhin der Heimatfilm. Zum Beispiel »Heidi«. In der Frankfurter Fremde überkommt die Heidi aus den Bergen das Heimweh, ein Leiden, das man einst nur als »Schweizer Krankheit« kannte. Das Internet überliefert, dass im vorrevolutionären Frankreich auf das Pfeifen oder Singen des Hirtenliedes »Kuhreihen« die Todesstrafe stand, da die Schweizer Söldner aus Heimweh desertierten, wenn sie es hörten.

Ein jüngeres Beispiel schweizerischer Malaise kursiert seit kurzem unter dem Titel »Dichtestress«. Der Ausdruck kommt ursprünglich aus der Biologie. Dichtestress kann einige Tiere befallen, deren Populationen so groß werden, dass Platzkämpfe ausbrechen nach dem aus einem anderen Filmgenre gut bekannten Motto: »Dieser Ort ist nicht groß genug für uns beide«.

Das könnte auch der Slogan der Schweizer Reaktion sein. Die überaus beliebte rechtsradikale Schweizerische Volkspartei (SV...

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