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17.11.2014 / Inland / Seite 4

Abgelegenes Heldengedenken

Bundeswehr evakuiert »Gefallenen«-Haine aus Einsatzgebieten und weiht neue Gedenkstätte bei Potsdam ein. Von Frank Brendle

Frank Brendle

Die Bundeswehr hebt das Gedenken an die »Gefallenen« der Kriegseinsätze im Ausland auf eine neue Ebene. Am vergangenen Sonnabend eröffnete sie im Beisein von Bundespräsident Joachim Gauck den sogenannten »Wald der Erinnerung« auf dem Gelände des Einsatzführungskommandos, in einem abgelegenen Waldstück zwischen Potsdam und Berlin.

Während das vor fünf Jahren eingeweihte Ehrenmal am Verteidigungsministerium in Berlin sämtlichen derzeit rund 3200 Soldatinnen und Soldaten gewidmet ist, die während ihrer Dienstausübung ums Leben kamen, nimmt die neue Anlage eine Zweiteilung vor: Auf sieben Stelen entlang eines rund 150 Meter langen Weges werden die Namen aller 104 Soldaten genannt, die seit 1992 in Auslandseinsätzen der Bundeswehr starben, die Hälfte von ihnen in Afghanistan. Jene 3.100 Soldaten, die nicht im Krieg »fielen«, bleiben gleichsam als Tote zweiter Klasse vorerst ungenannt, den Angehörigen stehe es aber frei, so die Bundeswehr, an den Bäumen auf dem...

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