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01.11.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

EZB auf dem Mittelweg

Mit dem Stresstest hat die EU-Bankenaufsicht ihre Klientel beruhigt. Er ist ein Musterbeispiel für Verschleierung mittels einer Datenflut.

Rainer Rupp

Märchen werden gern gelesen. »Goldlöckchen und die drei Bären« ist ein bekanntes. Kinder lernen damit etwas über Gegensätze und den Mittelwert. Eine ungezogene Göre bricht darin in das Haus einer Bärenfamilie ein und probiert alles aus, was sie findet: Beispielsweise gefüllte Teller auf gedecktem Tisch. Und das Kind wundert sich: In einem Teller ist die Suppe »zu heiß«, in dem anderen »zu kalt«. Im dritten jedoch ist sie »genau richtig«. Genau richtig war auch das zum Wochenbeginn präsentierte Resultat der EU-weiten Überprüfung von 130 EU-Banken durch deren neue »Aufsichtsbehörde«, die Europäische Zentralbank (EZB). Es fiel weder zu oberflächlich noch zu gründlich aus, sondern »genau richtig«, um Bankkunden und Politiker zu beruhigen.

Der Trick bestand darin, die Tests einerseits gerade so schwierig zu machen, dass im Unterschied zu den beiden früheren derartigen Tests die Bankbilanzen Laien und Politikern glaubwürdig erschienen. Andererseits ließ die EZB...

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