29.10.2014 / Inland / Seite 5

Berlin bleibt sich treu

Privatisierungssumpf: Bund, Land und die Investitionsbank profitieren weiterhin von komplizierter Organisation der Wasserbetriebe

Ben Mendelson

Knapp ein Jahr nach der Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe (BWB) fordert die Bürgerinitiative »Berliner Wassertisch« deren Demokratisierung. Die landeseigenen Betriebe seien weiterhin in einem komplizierten und intransparenten, teilweise privatrechtlichen Konstrukt organisiert, so die Kritiker. Nach ihren Berechnungen verloren die BWB durch das Konstrukt allein 2013 zweistellige Millionensummen - während das Land weiter Profite aus dem Wassergeschäft zieht.

Nachdem eine CDU-SPD-Regierung 1999 die BWB zur Hälfte an private Konzerne verkauft hatte, sicherten sich das Land Berlin und die Privaten jahrelang stattliche Gewinne. Während die Investitionen in die Instandhaltung der Rohrsysteme zurückgingen und die Frisch- und Abwasserpreise um durchschnittlich 30 bis 35 Prozent stiegen, kassierte das Land eine Milliarde Euro. Den privaten Anteilseignern RWE und Veolia wurden in Geheimverträgen garantierte Gewinne versprochen, sie bekamen zusammen 1,6 ...

Artikel-Länge: 4401 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe