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18.10.2014 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Die Kinder von Donezk

Zahlreiche Familien sind in den Flüchtlingshäusern in und um Donezk untergebracht, in die sie vor den Bomben geflohen sind. Viele sind traumatisiert, ihre Häuser zerstört. Wie es im Winter sein wird, wissen sie nicht

Mark Bartalmai

Drei Mädchen sitzen vor meiner Kamera. Schüchtern, mag man denken. Doch die vermeintliche Schüchternheit ist etwas anderes - sie sind traumatisiert. Von einem Krieg, den es eigentlich nicht gibt, wenn man den westlichen und deutschen Medien glauben würde. Einem Krieg in Europa, den niemand sieht. Und doch ist er da. Hier in Donezk im Südosten der Ukraine, wo ich seit gut zwei Monaten lebe. Mitten in einer Millionenmetropole, die täglich schwer bombardiert wird von der ukrainischen Armee. Der Krieg ist hier unter uns, er ist zwischen uns, zwischen mir und diesen drei Mädchen - Paulina, Nastja und Katja. Er ist in ihre Augen, ihre Stimmen, ihre Seelen eingebrannt. Und sie erkennen mich an, weil auch ich mittlerweile in diesem Krieg lebe wie sie. Es ist Mitte September 2014, und wir sitzen zusammen in einem kahlen Raum eines Flüchtlingshauses in Donezk. Wir haben etwas Zeit gebraucht bis zu diesem Interview. Die Menschen im Donbass glauben nicht mehr an den ...

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