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09.10.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Zweitjob lebensnotwendig

Kambodschas Lehrer fordern höhere Entlohnung. Doppelbelastung schwere Hypothek für Bildungssystem

Thomas Berger

Kambodschanische Lehrer haben zu Wochenbeginn für eine Erhöhung ihrer Gehälter demonstriert. Die Forderung der Pädagogen: Eine Mindestentlohnung von umgerechnet 250 Euro. Was die Regierung an Steigerungen für das kommende Schuljahr in Aussicht gestellt habe, reiche nicht aus, so die Kritik der Protestierenden. Den staatlichen Plänen zufolge sollen Lehrkräfte dann zwischen umgerechnet rund 110 bis 158 Euro monatlich verdienen, je nachdem, in welcher Klassenstufe und wie lange sie schon unterrichten.

Ohne Zweitjob kommen die Pädagogen dann nicht über die Runden. Die einen schwingen sich, nachdem sie ihre eigentliche Arbeit erledigt haben, aufs Motorrad, um als Zweiradtaxifahrer etwas dazuzuverdienen. Andere geben Nachhilfestunden oder schlagen sich noch mehrere Stunden als Verkäufer um die Ohren. Dass ihr Hauptberuf nicht selten unter solcher Mehrfachbelastung leidet, steht außer Frage. Und nicht immer stehen sie dann, wenn es gefordert ist, vor ihren Schül...

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