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09.10.2014 / Ausland / Seite 7

Verstoßen und diskriminiert

Indiens Witwen fristen Dasein am Rand der Gesellschaft

Hilmar König

Es war die unbedachte Äußerung einer ehemaligen Schauspielerin, die das bittere Los indischer Witwen vor kurzem einmal mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückte. Hema Malini, einstiges »Traumgirl« Bollywoods und inzwischen Parlamentarierin, verlangte einen Stopp der Migration verstoßener Witwen nach Vrindavan, der heiligen Stadt des Hindu-Gottes Krishna im Bundesstaat Uttar Pradesh. Nichtregierungsorganisationen und die Medien kritisierten die Auslassungen der heute 65jährigen Abgeordneten heftig.

Offensichtlich hatte der Anblick Hunderter bettelnder Witwen die Politikerin bei einem Besuch in Vrindavan erschüttert. Ihre anschließenden Schlussfolgerungen zeigten aber, dass sie das sozial-kulturelle Problem entweder nicht verstanden hatte oder der Misere in der »Stadt der Witwen« einen politischen Akzent verpassen wollte. Uttar Pradesh wird von der regionalen Samajwadi Party regiert, Malini jedoch gehört der in Neu-Delhi regierenden Indischen Volkspa...

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