31.08.2001 / Inland

Anmaßung im Standesamt

Menschenrechtsgruppen planen Blockade gegen Abschiebungen staatenloser Flüchtlinge aus Libanon

Reimar Paul

Flüchtlingsinitiativen, Menschen- und Kinderrechtsgruppen aus Südniedersachsen wollen die Abschiebung arabischsprachiger Kurden aus dem Kreis Northeim in die Türkei notfalls durch Sitzblockaden und Menschenketten stören. Wenn die Abschiebungen schon nicht zu verhindern seien, »soll das wenigstens nicht ohne Zeugen und ohne Öffentlichkeit passieren«, sagte Manfred Grönig vom Paritätischen Wohlfahrtsverband in Göttingen der jungen Welt. Frank König von der Aktionsgruppe Babynahrung kündigte »öffentlichkeitswirksame Aktionen« gegen die geplante Ausweisung der Kurden für den Weltkindertag am 20. September an.

Der Landkreis Northeim hat mehrfach die Abschiebung von rund 100 Personen angekündigt, die zum Teil seit mehr als 15 Jahren in Deutschland leben. Etwa 50 Kinder wurden in der Bundesrepublik geboren. Die Behörde ist der Ansicht, daß die Flüchtlinge aus der Türkei stammen und bei ihrer Einreise falsche Angaben über ihre Herkunft gem...

Artikel-Länge: 2924 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe