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25.06.2001 / Feuilleton / Seite 0

Analyse

Manfred Wekwerth inszeniert im Dom zu Halle Hugo von Hofmannsthals »Jedermann« - ein Spiel um Geld und Tod

Klaus-Detlef Haas

(Rezension A) Dieses mal kam der »Jedermann« noch marxistischer daher, analytisch. Bereits im Herbst hatte ihn der Dialektiker Manfred Wekwerth in einer eigenen Textfassung am Remscheider Westdeutschen Tourneetheater inszeniert. Dabei griff er, wie auch Hugo von Hofmannsthal, auf Hans Sachs' »comedi vom reichen sterbenden menschen« zurück. Wekwerth ging damals - so ein Rezensent der Remscheider Aufführung - von Sachs durch Hofmannsthal hindurch zu Sachs zurück, dialektisch eben. Ein reiner, gewöhnlicher Hofmannsthal aber war von dem Brecht-Schüler ohnehin nicht zu erwarten gewesen. In der verdienstvollen »Jedermann«-Inszenierung am Halleschen Neuen Theater nun nimmt Wekwerth die bewährte Bewegung auf: Dieses Stück muß im Heute spielen, es analysieren, zum Nachdenken darüber taugen und anregen - Wekwerths Hallenser »Jedermann« schien mir auf marxistische Weise faustisch.

Ein Witz (Trick, eine geniale Idee) der Hallenser Inszenierung besteht darin, daß der T...

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