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26.09.2014 / Inland / Seite 5

Anti-Antifa vom Amt

NSU-Prozeß: Rolle des bayerischen V-Mannes Kai Dalek gerät ins Blickfeld. Er sammelte Daten politischer Gegner und kannte engste Kameraden der Hauptverdächtigen

Claudia Wangerin
Anwälte der Nebenklage haben im Münchner Prozeß um die Mord- und Anschlagsserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) Beweisanträge zur Verstrickung bayerischer Neonazis inklusive eines weiteren V-Mannes angekündigt. Ein »Führungskamerad« war Kai Dalek, der im Sold des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz stand. Das erklärte der Zeuge Tino Brandt, der seinerseits eine Leitungsfunktion im »Thüringer Heimatschutz« (THS) hatte. 1994 wollte der Inlandsgeheimdienst in Thüringen den damals 19jährigen Brandt für eine V-Mann-Tätigkeit gewinnen – und war damit auch erfolgreich. Den Anwerbeversuch meldete Brandt nach eigener Aussage zeitnah dem elf Jahre älteren Dalek, der als Administrator des »Thule-Netzes« eine Schlüsselfigur in der bayerischen Neonaziszene war. Das »Geheimnis« des angehenden V-Mannes blieb also im Geheimdienstmilieu.

Brandt, der diese Woche erneut als Zeuge im NSU-Prozeß vernommen wurde, hat dabei bekräftigt, das Thüri...

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