22.09.2014 / Ausland / Seite 7

Entlassene Gäste?

Türkische Geiseln des »Islamischen Staat« frei. Ankaras Militär versorgt Dschihadisten weiter mit Waffen. Kämpfe um Kobani

Nick Brauns
Die 49 türkischen Konsulatsangestellten aus Mossul, unter ihnen auch Ankaras Generalkonsul, die sich seit rund 100 Tagen in Geiselhaft der Terrororganisation »Islamischer Staat« (IS) befanden, sind am Samstag freigekommen. Der Geheimdienst MIT habe sie in einer nächtlichen »Rettungsoperation« befreit, verkündete Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Ministerpräsident Ahmet Davutoglu stellte die Freilassung der Geiseln als Folge »tagelanger, wochenlanger harter Arbeit« dar. Dabei seien »Kontakte« hilfreich gewesen. Einigen Medienberichten zufolge hatten arabische Stämme vermittelt. Lösegelder seien nicht gezahlt worden, auch habe kein Gefangenenaustausch stattgefunden, hieß es in regierungsnahen Medien. Alle 49 seien wohlauf.

In Fernsehaufnahmen war den Freigekommenen – im Unterschied zu anderen ehemaligen IS-Geiseln – ihr Martyrium nicht anzusehen. Dem Anschein nach wurden sie gut behandelt. Aus westlichen Diplomatenkreisen wurde die türkisch...

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