Gegründet 1947 Donnerstag, 18. Juli 2019, Nr. 164
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20.09.2014 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Eine gelebte Lust«

Gespräch mit Carsten Otte. Über den »gastrosexuellen Mann« und gesellschaftlichen Wandel in der Küche, gute Messer und Selbsthaß, Fernsehköche, Hormonkunstschweine und die Kopffräse

Christof Meueler
Carsten Otte, Jahrgang 1972, ist Schriftsteller und Redakteur beim Südwestrundfunk in Baden-Baden. Im Sommer veröffentlichte er bei Campus »Der gastrosexuelle Mann. Kochen als Leidenschaft«. Im Frühjahr erschien sein dritter Roman, »Warum wir«, bei Klöpfer & Meyer.

Der gastrosexuelle Mann – diesen Begriff haben Sie nicht erfunden, oder?

Nein, der Begriff kommt aus der Marktforschung. Der Mars-Konzern plante ein neuartiges Fertiggericht für junge, urbane Männer und mußte in einer Marktstudie feststellen, daß diese Zielgruppe ganz anders tickt als gedacht. Diese Männer wollten vor allem eines nicht: Fertiggerichte. Und auch die anderen Produkte des Mars-Konzerns waren unter ihnen nicht so populär, noch nicht einmal Schokoriegel.

Die Studie stellte fest, daß es eine wachsende Gruppe von Männern gibt, die sich in die Küche stellen, um ihre Gerichte selber zu produzieren. Sie gehen mit großer Leidenschaft zur Sache, doch sie können sich dabei mit einem ...


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