19.09.2014 / Titel / Seite 1

Soldaten statt Ärzte

Westen versagt im Kampf gegen Ebola-Epidemie. »Ärzte ohne Grenzen« wirft Bundesregierung Untätigkeit vor. Sierra Leone verhängt Ausgangssperre. Warnung vor Hungersnot

Simon Loidl
Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie hat die Regierung von Sierra Leone eine dreitägige Ausgangssperre verhängt. Von heute, Freitag, bis Sonntag müssen alle Bürger des westafrikanischen Landes zu Hause bleiben. Gleichzeitig sollen Mitarbeiter des Gesundheitswesens von Haus zu Haus gehen, die Menschen über das Virus aufklären und Seife verteilen. Auch Kranke sollen von den Gesundheitsarbeitern ausfindig gemacht werden. Vor allem diesen Schritt kritisierte die Organisation »Ärzte ohne Grenzen«. Zum einen sei es für nicht ausreichend geschultes Personal beinahe unmöglich, Ebola-Symptome korrekt zu identifizieren. Vor allem aber würde sich an dem zentralen Problem nichts ändern, daß viel zu wenige Behandlungsmöglichkeiten existieren.

»Ärzte ohne Grenzen« kritisiert auch die Bundesregierung und wirft ihr Versagen vor. Die zuletzt versprochene Hilfe für die betroffenen Länder sei völlig unzureichend. In einem am Mittwoch veröffentlichten offenen Brief an Kanzleri...

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