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11.09.2014 / Inland / Seite 8

»Die Trennung von Staat und Religion auf dem Schirm«

Atheisten und andere außen vor: Bundesamt für Statistik wertet Migranten aus bestimmten Ländern pauschal als Muslime. Gespräch mit Gunnar Schedel

Gitta Düperthal
Gunnar Schedel ist Mitglied des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) und arbeitet im Projekt gegen religiöse Privilegien

Auf den ersten Blick erscheint die unvollständige Trennung von Kirche und Staat in Deutschland als Lappalie im Vergleich zum Gewaltpotential religiöser Fundamentalisten weltweit. Warum ist es dem IBKA jetzt zum Beispiel wichtig, daß auf einen Gottesbezug in der Landesverfassung von Schleswig-Holstein verzichtet wird?

Freilich lauert hierzulande kein Gefahrenpotential wie etwa in Afghanistan. Du kannst als Atheist auf den Markt gehen, ohne befürchten zu müssen, in Einzelteilen nach Hause getragen zu werden. Der IBKA heißt zwar Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten, kümmert sich aber hierzulande in erster Linie um deutsche Politik. Wir kritisieren die symbolische Bezugnahme auf Gott in einem Grundtext, der das gesellschaftliche Zusammenleben regeln soll. Erstens ist festzustellen: Auf individu...

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