04.09.2014 / Inland / Seite 4

»Das Gold geht, die Zerstörung bleibt«

Griechische Aktivisten berichten während einer Rundreise über soziale Konflikte und Repression in ihrer Heimat

John Lütten
Die griechische Halbinsel Chalkidiki ist nicht nur ein beliebtes Reiseziel für Touristen und Naturfreunde, sondern längst auch ein Schauplatz heftiger sozialer Auseinandersetzungen. Ein privates Bergbauunternehmen will dort mit dem Abbau von Gold beginnen und dafür große Teile der Region umbauen. Dagegen machen Bürger und Aktivisten mobil. Es geht um Naturzerstörung, Arbeitsplätze, soziale Proteste und mittlerweile auch um massive staatliche Repression. Denn der griechische Staat geht gegen unliebsame Gegner vor, hat etliche von ihnen sogar zu Terroristen erklärt. Auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und unter dem Motto »Das Gold geht, die Zerstörung bleibt« sind Aktivisten aus der Region nun auf Rundreise in Deutschland.

Für nur elf Millionen Euro verkaufte die griechische Regierung im Dezember 2003 die in der Region gelegenen »Kassandra«-Minen an die Bergbaufirma Hellas Gold. Das private Unternehmen erhielt damit die Nutzungs- und Schürfrechte für...

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