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19.08.2014 / Ausland / Seite 7

Morgenluft für Fundamentalisten

Unter Premier Modi werden die säkularen Strukturen Indiens ausgehöhlt

Hilmar König, Neu-Delhi
Mohan Bhagwat, der Chef des ultrahinduistischen Freiwilligenverbandes RSS, provoziert gerne. Am Sonntag sprach er in Mumbai zum 50. Jahrestag des Welthindurates (VHP), einem ideologisch ähnlich reaktionären »Bruder« seiner Organisation. Dort stichelte er: »Indien ist ein Land der Hindus. Hindutwa (das Hindutum) ist seine nationale Identität und kann andere Religionen integrieren.« Mit ähnlichen Bemerkungen hatte er vor ein paar Tagen schon für Entrüstung bei den Anhängern einer säkularen Ordnung des Landes und bei den religiösen Minderheiten gesorgt. Sie sind deshalb so brisant, weil sie die in der Verfassung verankerten säkularen Grundstrukturen des Staates unterminieren und weil der RSS als die ideologische Schmiede der regierenden Indischen Volkspartei BJP gilt.

Die Offensive der Hindufundamentalisten ist unverkennbar. Sie wollen den multireligiösen und multikulturellen Vielvölkerstaat in ihrem rassistischen Sinne umbauen und erwarten, daß der seit Ma...

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