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19.08.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Pulverfaß Ferguson

USA: Nach Ermordung eines schwarzen Teenagers radikalisieren sich die Proteste

Jürgen Heiser
In Ferguson, Missouri, ist am gestrigen Montag die Nationalgarde aufmarschiert, um für »Ruhe und Ordnung« zu sorgen. Nach einem kurzen Intermezzo der Beschwichtigung der Bürger am Donnerstag will Gouverneur Jay Nixon sich nun nicht länger auf die lokalen oder Landespolizeikräfte verlassen. Die Proteste ebben seit über einer Woche nicht ab und waren auch mit der unbegrenzten Verhängung des Ausnahmezustandes am Wochenende nicht zu stoppen. Es kam erneut zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Die mit gepanzerten Fahrzeugen angerückten Sicherheitskräfte trieben die Menschenmenge am Sonntag abend (Ortszeit) mit Tränengas auseinander, wobei einige der Gaskartuschen umgehend auf die Polizei zurückgeschleudert wurden. »Die Stadt und die ganze Gegend hier ist ein Pulverfaß!« erklärte einer der Aktivisten in Ferguson einem Reporter der Los Angeles Times.

Das Entsetzen und die Wut über die Ermordung des 18jährigen Afroamerikaners Michael...

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