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12.08.2014 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

In Gefängnissen für Arbeitsrechte streiten

Nach Gründung einer Gefangenengewerkschaft in der Berliner JVA Tegel wollen andere Inhaftierte nachziehen

Die sogenannte Modellbauaffäre der bayerischen Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) hat den Blick auf die Verhältnisse gelenkt, unter denen Gefangene in Justizvollzuganstalten (JVA) arbeiten. Ein ehemaliger Inhaftierter soll Bild in der vergangenen Woche berichtet haben, daß sie mindestens acht Stunden pro Tag für die Firma der Eheleute Haderthauer schuften mußten, manchmal sogar noch länger. Dafür sollen die psychisch kranken Straftäter einen Monatslohn von 250 Euro bekommen haben. Daß der Ehemann und Mitgesellschafter der Politikerin, Hubert Haderthauer, als Arzt für die Menschen verantwortlich war, deren Arbeitskraft er ausbeutete, macht diese Geschichte verwerflicher, doch in deutschen Gefängnissen arbeiten Inhaftierte täglich unter ähnlichen Bedingungen. Damit sie ihre Arbeitsrechte auch hinter Gefängnismauern durchsetzen können, hatte sich bereits im Mai eine Gefangenengewerkschaft in der Berliner JVA Tegel gegründet (siehe jW vom 17. Jun...

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