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07.08.2014 / Thema / Seite 10

Entente commerciale

Die neoliberal ausgerichtete Pazifik-Allianz südamerikanischer Staaten will den Handel mit Ostasien intensivieren. Sie ist politisch auf die USA fixiert. Denen ist das Bündnis gegen den Konkurrenten China nützlich

Jörg Kronauer
Die Ansage war deutlich. »Ich betrachte meine Reise nach Lateinamerika als Beginn eines neuen Kapitels in den Beziehungen zwischen Japan und der Region«, verkündete der japanische Premierminister Shinzo Abe am 2. August in der brasilianischen Metropole São Paulo. Es sei Zeit für eine engere Zusammenarbeit seines Landes mit dem Subkontinent, der nicht zuletzt die Rohstoffe besitze, die die Industrie seines Landes benötige. Abe machte keinen Hehl daraus, mit welchen Ländern er vor allem kooperieren wolle. Die Staaten der »Pazifik-Allianz« stünden Japan ideologisch wohl am nächsten, erklärte er. Insbesondere mit ihnen wolle er engere Bande knüpfen. Die gesamte Lateinamerikareise des japanischen Premierministers war darauf abgestimmt. Sie hatte am 25. Juli in Mexiko begonnen, einem Mitglied der Allianz, und hatte ihn dann unter anderem nach Kolumbien und Chile geführt, die dem Bündnis ebenfalls angehören. Tokio, das sich derzeit immer aggressiver gegen China ...

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