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02.08.2014 / Ausland / Seite 6

Lugansk ohne Strom

Ukraine: Lage in Großstädten des Donbass immer schlimmer. Proteste gegen Mobilmachung

Reinhard Lauterbach
Die humanitäre Lage in den Großstädten des ostukrainischen Donbass wird immer schlimmer. In der 400000-Einwohner-Stadt Lugansk ist nach der Zerstörung mehrerer Trafostationen die Energieversorgung zusammengebrochen. Wegen des Stromausfalls gibt es auch kein fließendes Wasser mehr. Nach Agenturberichten werden in der Stadt die Lebensmittel knapp. Die meisten Läden hätten nur noch zwei Stunden täglich geöffnet, weil die Beschäftigten aus der Stadt geflohen seien. Auch im westlicher gelegenen Donezk ist die Lage der Aufständischen offenbar kritisch. Die Behörden der »Volksrepublik Donezk« riefen für die Stadt den Belagerungszustand aus und erklärten, alle strategischen Ressourcen seien beschlagnahmt.

Auf militärischer Ebene versuchen die Kiewer Truppen weiter, Donezk einzukesseln und die Verbindung nach Lugansk abzuschneiden. Einen ersten Erfolg hatte dieser Vorstoß, als vor etwa einer Woche der Straßen- und Bahnknotenpunkt Debalzewo eingenommen wurde. Aktu...

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