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01.08.2014 / Inland / Seite 4

Heer, Stahl und Sturm: Die tun was

NSU-Prozeß. Befangenheitsantrag weiteres Beispiel: Zschäpe-Anwälte zwischen Passivität und Aktionismus

Claudia Wangerin
Nachdem die mutmaßliche Neonaziterroristin Beate Zschäpe ihren Pflichtverteidigern das Vertrauen entzogen hat, deren Ablösung aber nicht durchsetzen konnte, sind die drei Anwälte Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm offenbar in Aktionismus verfallen. Niemand war ernsthaft überrascht, als das Oberlandesgericht München am Donnerstag ihren Befangenheitsantrag gegen sämtliche Richter des Staatsschutzsenats ablehnte. Dem Antrag hatten sich am Dienstag im Prozeß um die Mord- und Anschlagsserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) auch die Anwälte des Mitangeklagten Ralf Wohlleben angeschlossen. Die Begründung für das Ablehnungsgesuch war mager: Der Senat soll einen Zeugen einseitig befragt und entlastende Informationen nicht thematisiert haben. Um zu verhindern, daß solche unter den Tisch fallen, haben Strafverteidiger allerdings ein eigenes Fragerecht. Dafür seien sie ja da, hatte der Nebenklageanwalt Thomas Bliwier in einer Stellungnahme be...

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