31.07.2014 / Inland / Seite 2

»Vielerorts nicht einmal ›Normalbetrieb‹«

Trotz Lehrermangels in Bayern: Mehr als 5300 erfolgreich ausgebildete Pädagogen ohne Stelle. Ein Gespräch mit Bernhard Baudler

Ralf Wurzbacher
Bernhard Baudler ist Gewerkschaftssekretär für den Bereich Schule beim bayerischen Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)

Am Mittwoch war Ferienbeginn in Bayern. Für viele Junglehrer bleibt die Schule auch nach dem Sommer dicht, weil Tausende Bewerber abgelehnt wurden. Um welche Größenordnung geht es?

Für die rund 8750 Bewerber über alle Schularten hinweg gibt es lediglich 3400 Stellen. Damit sind mehr als 5300 erfolgreich ausgebildete Pädagogen leer ausgegangen. Von den Realschullehrern hat man sogar über 90 Prozent abblitzen lassen, bei den Gymnasien sind es 80 Prozent.

Warum trifft es vor allem Realschullehrer so hart?

Das müßten Sie den Kultusminister fragen. Tatsächlich ist nämlich der Bedarf an neuen Lehrern an den Realschulen am größten. Hier gibt es rund 1000 Klassen, in denen mehr als 30 Schüler unterrichtet werden. Und doch werden von 2500 Bewerbern nur kümmerliche 230 genommen.

Welche Erklärung haben Sie dafür?

Wie so o...


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