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29.07.2014 / Inland / Seite 5

Geld oder Kita

Betreuungsgeld: Laut einer Studie hält Leistung benachteiligte Familien davon ab, ihre Kinder betreuen und fördern zu lassen

Susan Bonath
Eine Studie sorgt für neuen Streit über das vor einem Jahr von der Vorgängerregierung aus CDU, CSU und FDP eingeführte Betreuungsgeld. So haben die Technische Universität Dortmund und das Deutsche Jugendinstitut herausgefunden, daß die »Herdprämie« vor allem »Eltern mit niedrigen Bildungsabschlüssen oder Migrationshintergrund« davon abhalte, den Nachwuchs in Kindertagesstätten zu schicken. Denn nur dann können Mütter und Väter den monatlichen Zusatzbetrag von 100, ab August 150 Euro beantragen. Das Geld, das für Kinder zwischen 15 Monaten und drei Jahren für höchstens 22 Monate gewährt wird, sei »ein Anreiz für sozial benachteiligte Familien mit geringer Erwerbsbeteiligung, keine Angebote für frühkindliche Bildung und Erziehung zu nutzen«. Die Wissenschaftler haben dafür über 100000 Elternpaare von Kindern unter drei Jahren im Auftrag des jetzt SPD-geführten Bundesfamilienministeriums befragt.

Laut der Analyse sind 54 Prozent Prozent der Bezieher von Bet...

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