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29.07.2014 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

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Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus wollen sich in Gewerkschaften organisieren, doch die deutschen Arbeitervertreter haben dazu keine klare Linie

Wladek Flakin
Seit zwei Jahren kämpfen wir für unsere Rechte«, so Turgay Ulu, ein Journalist aus der Türkei, der als politischer Flüchtling in Deutschland lebt. Die Flüchtlingsproteste wachsen derzeit und bekommen viel Unterstützung von Jugendgruppen, Mieterinitiativen, Kirchengemeinden und unorganisierten Personen. Doch Ulu, der angibt, wegen seiner politischen Tätigkeit 15 Jahre in türkischen Gefängnissen verbracht zu haben, möchte, daß auch die großen Organisationen der Arbeiter – die Gewerkschaften – sich klar positionieren.

»Es sind natürlich nicht die reichen Leute, die als Flüchtlinge ankommen«, so Ulu im Gespräch mit jW. »Die Flüchtlinge sind eine sehr heterogene Gruppe, aber ich bin nicht der einzige, der sich als Mitglied der Arbeiterklasse versteht.« Ulu lebte im Protestcamp am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg und in einer besetzten Schule in unmittelbarer Nähe. Beide Orte des Flüchtlingsprotests wurden mittlerweile von der Polizei geräumt. Er n...

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