Schwarzer Kanal
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28.07.2014 / Inland / Seite 8

»Politik und Medien haben den Nährboden geschaffen«

Stadt Duisburg erklärte Haus für unbewohnbar und schert sich nicht um dort lebende zugewanderte EU-Bürger. Gespräch mit Thomas Zmrzly

Markus Bernhardt
Thomas Zmrzly ist Sprecher des »­Duisburger Netzwerkes gegen rechts«

Die Stadt Duisburg hat sogenannte »Problemhäuser«, die sich in der Straße »In den Peschen« befinden, kürzlich für unbewohnbar erklärt. Damit droht den Bewohnern, die maßgeblich aus Rumänien und Bulgarien stammen, die endgültige Räumung. Wie erklären Sie sich, daß die Stadt erst jetzt feststellt, daß die Bewohner, die bereits seit mehreren Monaten in den dortigen Häusern lebten, dort unter menschenunwürdigen Bedingungen hausen?

Die Stadt Duisburg weiß schon von Beginn an, unter welchen Bedingungen die Menschen dort ihr Dasein fristen. Sie ist schließlich maßgeblich für diese unwürdige Lebenssituation verantwortlich, da sie den Familien nach wie vor die ihnen zustehende existentielle Unterstützung vorenthält, die letztlich ein annähernd menschenwürdiges Dasein ermöglichen würde. Die Räumung des Hauses soll bis Ende Juli erfolgen, da man mittels eines neuen Gesetzes nun die Möglichkeit sieh...

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