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18.07.2014 / Feuilleton / Seite 12

Eine antifaschistische Ästhetik

Immer war sein Theater ergreifend. Zum Tod des Regisseurs Manfred Wekwerth

David Salomon
Ursprünglich sollte Manfred Wekwerth eine Kneipe in Köthen übernehmen. Doch es kam anders. Die Geschichte, wie er 1951 zum Berliner Ensemble kam, hat er oft erzählt: Damals hatte er die Regie bei einer Laienspielgruppe übernommen, die Brechts Stück »Die Gewehre der Frau Carrar« auf die Bühne brachte. Die Schauspieler ließen die Notiz »Der Autor Bert Brecht ist anwesend« in der Lokalpresse drucken und schickten die Anzeige ans Berliner Ensemble. Statt Brecht kamen Busse, die alle Mitwirkenden nach der Premiere in die Hauptstadt brachten, um ihre Aufführung noch einmal zu spielen. Wie sein Hauptdarsteller wurde auch Wek­werth von Brecht engagiert: »Sie müssen noch viel lernen. Wollen Sie das im Berliner Ensemble tun?«

Manfred Wekwerth starb am Mittwoch in Berlin im Alter von 84 Jahren. Er gehörte zu den prägenden europäischen Theatermachern des 20. Jahrhunderts. Immer war sein Theater ergreifend, auf Wirkung in seiner Zeit bedacht. Seit 1951 war er an bein...

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