16.07.2014 / Feuilleton / Seite 13

Großgörschenboys

Eine Ausstellung im Haus am Kleistpark erinnert an die erste Produzentengalerie Westberlins

Matthias Reichelt
Neunzehn Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg fanden sich mehrere junge Maler zusammen und mieteten ehemalige Werkstatträume im Seitenflügel der Großgörschenstraße 35 in Berlin-Schöneberg an. Mit dem »Mitgliedsvertrag« vom 13. Mai 1964 konstituierte sich die »Ausstellungsgemeinschaft Großgörschen 35« zwecks »gemeinschaftlicher Nutzung«. Neben Markus Lüpertz, der von der Kunstakademie in Düsseldorf geflogen war, und Lambert Maria Wintersberger aus München waren außerdem Studenten und Absolventen der Hochschule für Bildende Kunst (HfbK, heute UdK) wie Ulrich Baehr, Hans-Jürgen Burggaller, Leiv W. Donnan, Hans-Georg Dornhege, Karl Horst Hödicke, Franz Rudolf Knubel, Reinhard Lange, Dieter Opper, Wolfgang Petrick, Peter Sorge, Arnulf Spengler und Jürgen Zeller mit dabei.

Alle hatten sich mit großer Leidenschaft der Malerei verschrieben und waren erklärte Gegner des Informel und der Abstraktion. Großgörschen 35 war eine Zweckgemeinschaft für selbstorganisierte Au...

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