11.07.2014 / Feuilleton / Seite 13

Norbert Podewin gestorben

Frank Schumann
Am 8. Mai dieses Jahres stand Norbert Podewin in Berlin unweit der Weberwiese und der »Wohnzelle Friedrichshain« (1949/50). Deren Architektin Ludmilla Herzenstein, Mitarbeiterin von Hans Scharoun, hatte er in seinem jüngsten Buch »Stalinallee und Hansaviertel. Berliner Baugeschehen im Kalten Krieg« ein überfälliges Denkmal gesetzt. Podewin erklärte Polittouristen die Architekturgeschichte der DDR-Hauptstadt und lebte sichtlich auf. Obwohl er bereits im achten Jahr an Krebs litt und schwere Operationen hinter sich hatte. Er kannte hier jeden Stein, lebte seit seiner Geburt im Bezirk Friedrichshain, der damals »Verwaltungsbezirk Horst Wessel« hieß.

Nach einer Lehre als Mechaniker bei Narva ging er zur Volkspolizei, wurde Betriebszeitungsredakteur und von Albert Norden entdeckt. 1962 sollte er eine Materialsammlung über eine graue Eminenz aus Bonn anlegen. »Ohne Globke kein Eichma...

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