09.07.2014 / Inland / Seite 2

»Versuch, mir einen Maulkorb zu verpassen«

Frühere Arbeitsvermittlerin verklagt Jobcenter auf Weiterbeschäftigung und prozessiert gegen die Stadt Hamburg. Gespräch mit Inge Hannemann

Susan Bonath
Inge Hannemann betreute junge Erwerbslose in Hamburg-Altona. Weil sie die Hartz-IV-Gesetze öffentlich anprangerte und nicht sanktionieren wollte, wurde sie im April 2013 suspendiert

Sie klagen seit April 2013 gegen das Jobcenter »team.arbeit.hamburg« auf Weiterbeschäftigung als Arbeitsvermittlerin. Am Freitag sollte ein Urteil fallen. Das Gericht hat den Termin aber am Dienstag abgesagt. Kurz vor der Verhandlung hat Ihnen die Stadt Hamburg nun einen neuen Arbeitsplatz zugewiesen. Warum wehren Sie sich gerichtlich dagegen?

Ich habe Klage und einen Antrag auf Einstweilige Verfügung gegen die Stadt Hamburg wegen fehlender Gleichwertigkeit eingereicht. Für das neue Jobangebot fehlt mir die Qualifikation, wie ein Studium im Bereich Rechts- und Verwaltungswissenschaft oder Berufserfahrungen. Ich müßte beispielsweise Bilanzen prüfen und mich umfassend im Schwerbehindertenrecht auskennen. Außerdem hat die Stadt ihren Schritt weder ausführlich begründet noch mich ...

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