04.07.2014 / Inland / Seite 4

Keine neue Gesprächskultur

Tempelhofer Feld: Berliner SPD-CDU-Senat will nicht mit Aktivisten reden

Ben Mendelson
Einen »Prozeß der Aufklärung« anstoßen wollen Aktivisten auf Berlins größter Freifläche, dem ehemaligen Flugfeld Tempelhof. Dank eines Volksentscheids wird das Feld komplett als öffentlicher Park erhalten. Nun soll darüber diskutiert werden, wie die Bestandsgebäude genutzt werden können. Doch die Regierenden und ihnen zugehörige Organisationen mauern bislang – nachdem ihr eigener Gesprächsversuch kläglich scheiterte.

SPD und CDU wollten auf dem Feld ursprünglich Tausende Wohnungen, Gewerbegebiete und eine neue Landeszentralbibliothek bauen. Der Volksentscheid am 25. Mai verhinderte diese Pläne, das Gesetz zum Erhalt der kompletten Freifläche schaffte das nötige Quorum. Bereits zwei Tage nach dem Plebiszit lud dann SPD-Fraktionschef Raed Saleh unter anderen die Trägerinitiative »100 Prozent Tempelhofer Feld« (»THF 100«) zu einem runden Tisch ins Abgeordnetenhaus.

Teilnehmerliste, Relevanz oder Tagesordnung der Veranstaltung waren allerdings weder ö...



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