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04.07.2014 / Feminismus / Seite 15

Das Private ist ökonomisch

Ein neues Buch über blinde Flecken und strategisches Schweigen der klassischen Wirtschaftswissenschaft

Die Möglichkeit einer wertfreien Wissenschaft wird von vielen Sozialwissenschaftlern aus guten Gründen bezweifelt. Die Mainstream-Ökonomie allerdings ziert sich meist, ihre normativen Grundlagen kritisch zu reflektieren, und versteht sich als rein objektive und rationale Wissenschaft. Anders die feministische Ökonomie: Mit explizit normativem Anspruch macht sie sich daran, die von traditionellen Ökonomen ausgeblendeten Macht- und Ausbeutungsstrukturen unseres Wirtschaftssystems zu analysieren und das von einem männlichen Blickwinkel geprägte Wissenschaftsbild der Ökonomie zu hinterfragen.

Bettina Haidinger und Käthe Knittler haben mit dem schmalen Band »Feministische Ökonomie« jetzt eine fundierte Einführung in Geschichte, Theorie und Selbstverständnis derselben vorgelegt. Die feministische Ökonomie ist keine homogene theoretische Richtung. Vielmehr gibt es unterschiedliche Ansätze. Gemeinsam ist ihnen die Kritik am Schweigen der klassischen Ökonomie übe...

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