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27.06.2014 / Inland / Seite 4

Exportschlager Tod

Die deutschen Rüstungsschmieden verdienen gut, aber nicht gut genug – finden ihre Lobbyisten. Doch es gibt einen, der das ändern kann: Bundespräsident Gauck

Sebastian Carlens
Bundespräsident Joachim Gauck hat sich mit seiner Amtsführung nicht nur Freunde gemacht. Den Linken ist er zu sehr, den Rechtskonservativen nicht ausreichend deutschnational eingestellt. Vom Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU), formal immerhin zweiter Mann im Staate, wurde dem einstigen Berufsredner »fehlende intellektuelle Tiefe« vorgeworfen. Der Brandenburger Linken-Landtagsabgeordnete Norbert Müller bezeichnete Gauck als »widerlichen Kriegshetzer« (jW berichtete). Am Mittwoch abend entschied das Staatsoberhaupt, Müllers Äußerung nicht strafrechtlich verfolgen zu lassen, wie eine Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Doch der Mann hat auch treue Anhänger: Neben SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann, der zu seiner Verteidigung das schwere Geschütz des Nazivergleichs auffährt, sind da auch noch die Lobbyisten der deutschen Rüstungsindustrie.

Für die Ausrüster von Deutschlands schimmernder Wehr ist Gaucks Herzensthema, die Kriegsfähigkeit ...

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