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27.06.2014 / Feuilleton / Seite 12

Platz des Volkes

Kreuzberger Notizen

Eike Stedefeldt
Wenn beim Cappuccino Ihr Blick nonchalant über die Piazza del Popolo schweift, werden Sie gewiß als vorletztes an Kreuzberg denken und als letztes an den Mehringplatz. Das sei Ihnen verziehen. Aber sehen Sie die drei auf die Piazza zulaufenden Magistralen und gegenüber von deren Einmündung die Porta del Popolo? Damit haben Sie das Vorbild dessen vor Augen, was bis 1945 als einer der prächtigsten Plätze Berlins galt. Was die Via di Ripetta, Via del Corso und Via del Babuino für Rom, das waren für Berlin Wilhelm-, Friedrich- und Lindenstraße. Die Porta del Popolo, seit der Antike Eingang zur Ewigen Stadt, markierte hier das Hallesche Tor.

»Das Rondell«, das anzulegen Friedrich Wilhelm I. vor 280 Jahren Ordre gab, war das geometrische Pendant zu zwei anderen neuen Plätzen innerhalb der Zollmauer: zum »Quarrée« des heutigen Pariser und zum »Oktogon« des Leipziger Platzes. 1843, da war er schon seit 28 Jahren der »Belle-Alliance-Platz«, fand sogar der Obelisc...

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