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26.06.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Entwicklung ist Geschäft

In Afrika entstehen »blaue Zonen« unter Regie französischer Konzerne. China baut mit Unterstützung aus Paris an erster »nachhaltiger Stadt«

Georges Hallermayer
Zwei Nachrichten, ein Thema, verschiedene Modelle: Anfang Juni berichteten die Onlineausgabe des französischen Wochenmagazins Jeune Afrique und die Wirtschaftszeitung Les Echos über zwei Vorzeigeprojekte: Es ging um die erste »blauen Zone« Afrikas und die erste »nachhaltige Stadt« im Weltmaßstab. Beide Vorhaben entstehen in Millionenstädten. Das afrikanische in Conakry, der Hauptstadt Guineas, das asiatische in Wuhan, einer der zahlreichen, üppig wachsenden Metropolen der Volksrepublik China. Erfreuliches für das französische Großkapital steckt in beiden Vorhaben, denn sie verheißen Millionenprofite. Dennoch gibt es erhebliche Unterschiede, obwohl doch beide Projekte dem Umweltschutz verpflichtet sind.

Da ist zunächst die Größenordnung. Umfaßt Afrikas erste »Blue Zone« gerade einmal ein Areal von vier Hektar auf der Halbinsel Conakry, so erstreckt sich das nachhaltige Stadtprojekt in China über etwa 30 Quadratkilometer (zum Vergleich: 100 Hektar sind ein...

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