25.06.2014 / Inland / Seite 2

Räumung der besetzten Schule

Berlin: Flüchtlinge wurden in Ersatzunterkünfte gebracht. Massives Polizeiaufgebot

Anna Bock
Weiträumige Absperrungen mit Hamburger Gittern, 900 Beamte aus drei Bundesländern, Pfefferspray- und Schlagstockeinsatz gegen Protestierer, sogar eine Maschinenpistole wurde gesehen – laut Baustadtrat Hans Panhoff (Bündnis 90/Grüne) wurde am gestrigen Dienstag, dem 24. Juni, die von Flüchtlingen besetzte Gerhart-Hauptmann-Schule in der Kreuzberger Ohlauer Straße jedoch »nicht geräumt«. Es fänden lediglich Gespräche mit den Flüchtlingen und den Roma-Familien statt, in denen diesen das Angebot des Bezirks erklärt würde. Für die Flüchtlinge und Roma stünden zwei Unterkünfte in Spandau und Charlottenburg bereit, in die alle, die die Schule freiwillig verlassen würden, umziehen könnten. Wie lange der Bezirk das Angebot aufrechterhält und wie lange die Unterkünfte bezahlt werden, darüber mochte er keine Auskunft geben.

Pressevertreter wurden nicht in die Schule gelassen, um die »Maßnahmen nicht zu erschweren«, erklärte Sascha Langenbach, Sprecher des von...

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