25.06.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Moskaus Kreative

Viel Lärm, wenig Substanz: Neue Sanktionsdrohungen kontert Rußland mit Angeboten zur Zusammenarbeit. EU-Unternehmen und Regierungen mit eigenen Prioritäten

Klaus Fischer
Die EU hat Rußland erneut Sanktionen angedroht. Sollte die russische Regierung den »neuen Friedensplan« Kiews nicht unterstützen, könnten nach den bereits verhängten Maßnahmen »weitere Schritte« folgen. Dies verkündeten am Montag die EU-Außenminister in Luxemburg. Zugleich meldete sich Brüssels wichtigster Stichwortgeber zu Wort: US-Präsident Barack Obama habe seinen russischen Konterpart Wladimir Putin per Telefon davor gewarnt, die »Separatisten« im Osten der Ukraine weiter mit Waffen zu versorgen, verlautete aus Washington. Sonst kämen auf Rußland »weitere Kosten« zu. Auch hierbei war russischen Angaben zufolge der Plan des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko Anlaß der wenig diplomatischen Anweisung.

In Moskau hat man sich auf die verbale Kraftmeierei eingestellt. Die Verantwortlichen dort haben eine durchaus kreative Strategie gewählt, den Strafandrohungen zu begegnen: Sie werben intensiv für weitere – und vertiefte – Zusammenarbei...

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