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16.06.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Umschuldung gefährdet

Heute entscheidet der Oberste Gerichtshof der USA über eine Klage von Hedgefonds gegen Argentinien. Es geht auch um die nationale Souveränität

Johannes Schulten
Reduziert man die Welt auf das Naheliegende, dann ist sie ganz einfach. Dann entscheidet der Oberste Gerichtshof der USA am heutigen Montag über die Ansprüche von zwei geprellten Altgläubigern gegenüber dem argentinischen Staat in Höhe von insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar. Diese hatten kurz vor dem Staatsbankrott des Landes – wie viele andere Investoren auch – für viel Geld Staatsanleihen gekauft, die eine hohe Rendite versprachen. Doch Argentinien erklärte sich für zahlungsunfähig und boxte 2005 und 2010 eine Umschuldung durch. Insgesamt 92,4 Prozent der Anleger verzichteten auf 70 Prozent ihrer Forderungen. Diejenigen, die sich weigerten, versuchen seither, bei internationalen Gerichten ihre Ansprüche einzuklagen, etwa in den USA. Bei dem heutigen Urteil ginge es demnach lediglich um Geld, wenn auch um viel Geld.

Man kann es aber auch so sehen: Am Montag klären die neun Washingtoner Richter die Frage, ob Investoren völkerrechtlich garanti...

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