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12.06.2014 / Feuilleton / Seite 12

Nichtschwimmer in New York

Colson Whiteheads Zombie-Roman verweigert sich Klischees. Eine Gentrifizierungkritik ist er dennoch nicht

Michael Saager
Willkommen in der Apokalypse! Die Geschichte ist rasch erzählt: Eine rätselhafte Seuche ist ausgebrochen, heilbar ist sie nicht; die besten Wissenschaftler mühen sich vergeblich. Seither teilt sich die Welt in Infizierte, die »Skels«, und in traumatisierte Nichtinfizierte. Die halbverwesten, bis aufs Skelett abgemagerten Toten – beziehungsweise Untoten – sehen schrecklich aus und haben noch schrecklicheren Hunger. Die Nichtinfizierten kämpfen in organisierten Trupps um ihr Leben und um die verlorengegangene alte Welt. Sie verlieren sich in Erinnerungen und wollen die Normalität zurück. Zwischendurch sieht es sogar so aus, als könnte es gelingen.

Whiteheads sechster, von Nikolaus Stingl in ein leichtfüßig groovendes, phantasiereiches Deutsch übertragener Roman »Zone One« ist schon deshalb was Besonderes, weil der endzeitliche Kampf gegen Zombies eigentlich ureigenstes Terrain von Filmemachern ist. Der 1969 in New York City geborene Schriftstel...

Artikel-Länge: 5549 Zeichen

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