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30.05.2014 / Inland / Seite 5

Dunkelziffern

Die Bundesregierung will gegen Menschenhandel vorgehen, doch geplant sind vor allem Gesetzesverschärfungen für die Rotlichtbranche

Ulla Jelpke
In ihrem Koalitionsvertrag haben sich CDU/CSU und SPD auf eine Reform des seit 2002 geltenden Prostitutionsgesetzes geeinigt, um »Frauen vor Menschenhandel und Zwangsprostitution besser zu schützen und die Täter konsequenter zu bestrafen«. In der Bundesrepublik registrierte das Bundeskriminalamt in den letzten Jahren eine relativ gleichbleibende Zahl von rund 480 Opfern von Menschenhandel jährlich. Die Polizeibehörden gehen allerdings von einer erheblichen Dunkelziffer aus. Da Bulgarinnen und Rumäninnen derzeit den höchste Anteil bei der sexuellen Ausbeutung stellten, sei es »schwer vorstellbar, daß es in diesem Bereich 2012 tatsächlich ›nur‹ 155 Menschenhandelsopfer aus Bulgarien und 128 aus Rumänien gegeben hat«, merkte etwa BKA-Vertreter Carsten Moritz auf einer Bundestagsanhörung vergangenen Mittwoch an. Doch ohne aktive Mitwirkung der Opfer als Zeugen in Strafverfahren sind solche Fälle kaum aufzuklären.

Laut einer Befragung der Fachbe...

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