30.05.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Linkes Angebot fällig

Wie rechts ist die »Friedensbewegung 2014«? Die Linke und die Friedensbewegung müssen genau hinsehen und eigene Versäumnisse überdenken

Ulla Jelpke
Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise trat im März scheinbar aus dem Nichts eine neue »Friedensbewegung 2014« auf den Plan, die zuerst an wenigen Orten, inzwischen in bis zu 60 Städten, »Montagsmahnwachen« für den Frieden veranstaltet. Aufgegriffen werden dabei Losungen und Symbole sowohl der traditionellen Friedensbewegung wie der Protestbewegung, die zum Ende der DDR führte sowie der Montagsdemonstrationen gegen Hartz IV. Der relativ große Zuspruch – teilweise beteiligen sich mehrere tausend Menschen an den Mahnwachen – hat bei Anhängern der »alten« Friedensbewegung und Linken ein zwiespältiges Echo ausgelöst.

Linke Jugendorganisationen, darunter auch die Linksjugend Magdeburg, warnten vor einer »Mischung aus verschwörungsideologischem Denken, rechtsesoterischer Lyrik, zutiefst antisemitischer Bildsprache und Truther-Propaganda«. Jutta Ditfurth bezeichnete die Friedensmahnwachen als eine neurechte, antisemitische und völkische Bewegung, was...

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