28.05.2014 / Ansichten / Seite 8

Drittes Massaker

Bürgerkrieg in der Ukraine

Arnold Schölzel
Der Milliardär Petro Poroschenko will im Donbass ein »Somalia« verhindern, und zwar schnell, aber zugleich einen »Dialog« führen. So trat der Schokoladenprinz als zukünftig fünfter Präsident der Ukraine am Montag an. Wenige Stunden danach begann der Beschuß von Milizstellungen und Wohngebieten in ostukrainischen Großstädten durch Panzer und Artillerie der ukrainischen Armee. Augenzeugen berichten, daß Lastkraftwagen vom Typ Kamas mit rotem Kreuz, die verwundete Kämpfer transportierten, angegriffen wurden. Bis Dienstag nachmittag gab es fast 100 Tote unter Aufständischen und Zivilisten. Westliche Nachrichtenagenturen und Presseportale nahmen davon bis Redaktionsschluß praktisch keine Notiz. Kein Politiker der NATO oder der EU rief dazu auf, das Feuer einzustellen, das überließen sie dem russischen Präsidenten.

Damit setzt sich ein Verhalten fort, das die Wertegemeinschaftler bereits bei den beiden früheren Massakern in diesem Monat in Odessa und in Mariup...

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