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23.05.2014 / Feminismus / Seite 15

»Dort kämpfen, wo das Leben ist«

Zum Tod von Gisela Kessler, Gewerkschafterin, Frauenrechtlerin, Kommunistin

Florence Hervé
Klares Denken, große Ausstrahlungskraft, aufmüpfiges Reden und solidarisches Handeln, Herz und Verstand zeichneten die Gewerkschafterin Gisela Kessler aus. Die gebürtige Frankfurterin stammte aus bescheidenen Verhältnissen, erlernte bei der Post den Beruf der Kontoristin. Früh bekämpfte sie das Unrecht in der Arbeitswelt, wurde Jugendvertreterin und stellvertretende Personalratsvorsitzende bei der Deutschen Bundespost. Bis 1967 war sie Rechtsschutzsekretärin beim Deutschen Gewerkschaftsbund in Wiesbaden, wurde dann auf Schulungen geschickt. Die alleinerziehende Mutter – eine Ausnahme auch in den Gewerkschaftsapparaten jener Zeit – sollte für den Hauptvorstand der IG-Druck und Papier als Frauensekretärin kandidieren. Gisela lehnte zunächst ab. 1971 übernahm sie das Amt doch – und behielt es bis 1997, eine kleine Sensation in dieser männerdominierten Gewerkschaft.

Manches Frauenrecht hat sie durchgesetzt, so beim legendären Kampf der Hein...

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