21.05.2014 / Feuilleton / Seite 13

Ein revolutionärer Anwalt

Warum Selcuk Kozagaçli den Hans-Litten-Preis am Wochenende in Berlin nicht selbst ­entgegennehmen konnte

Thomas Eipeldauer
Der türkische Anwalt Selcuk Kozagaçli wurde am Wochenende in Berlin mit dem Hans-Litten-Preis geehrt. In Abwesenheit, weil ihm die Ausreise verboten ist. Ursprünglich sollte er bei der Veranstaltung über Skype zugeschaltet werden, doch wenige Stunden zuvor wurde Kozagaçli zusammen mit sechs weiteren Anwälten in Soma, dem Ort des größten Grubenunglücks der türkischen Geschichte, während einer Pressekundgebung von der Polizei angegriffen, zusammengeschlagen und mit einem gebrochenen Arm in eine Sporthalle verbracht.

Der Hans-Litten-Preis wird alle zwei Jahre von der Vereinigung demokratischer Juristinnen und Juristen vergeben. Benannt ist er nach Hans Litten (1903–1938) und soll das lebenslange Engagement dieses »Anwalts des Proletariats« für die Unterdrückten und Kämpfenden in Erinnerung halten. Ausgezeichnet werden Juristen, die »kompromißlos dem Recht verpflichtet sind« und der »notwendigen Konfrontation mit den politischen Machtinteressen« nicht ...

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