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14.05.2014 / Inland / Seite 5

In Ehren ausgebeutet?

Die Stadt Dreieich in Hessen beschäftigte einen Null-Euro-Jobber. Der klagte am Montag vor dem Arbeitsgericht in Offenbach auf Entlohnung

Gitta Düperthal
Einen besonders brisanten Fall hatte die zweite Kammer des Arbeitsgerichts in Offenbach bei einem Gütetermin vergangenen Montag zu verhandeln. Ein Beschäftigter stritt mit der öffentlichen Hand um alles oder nichts: Nämlich darum, ob überhaupt ein Arbeitsverhältnis bestanden hat – und somit in den Geltungsbereich des Tarifvertrags für den Öffentlichen Dienst (TVöD) fällt. Das erklärte der Vorsitzende Richter Joachim Zweigler. Hätte die Arbeit dementsprechend entlohnt werden müssen oder handelte es sich bloß um ein Ehrenamt – wie die Stadt Dreieich behauptet. Gewerkschafter und Aktivisten aus Erwerbsloseninitiativen waren zahlreich im Gerichtssaal vertreten.

Geklagt hatte der seit Jahren im ver.di-Erwerbslosenausschuß Frankfurt und Region organisierte Mann Triwoko Karmino gegen die Stadt: Letztere habe ihn als Hausmeister beschäftigt, ihm den Lohn vorenthalten und ihn rechtswidrig als »Null-Euro-Jobber« ausgebeutet. Der Prozeßgegner, vertreten...

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