09.05.2014 / Ausland / Seite 6

Batman gegen Erdöl

Unterschriftensammlung zu Bohrungen in ecuadoranischem Nationalpark gescheitert. Proteste von Gegnern und Befürwortern

Lena Kreymann
Am Mittwoch (Ortszeit) haben vor dem Gebäude des Nationalen Wahlrats (CNE) in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito sowohl Befürworter als auch Gegner der Erdölförderung im Nationalpark Yasuní-ITT demonstriert. Sie reagierten damit auf eine Entscheidung des Gremiums vom Vortag. Dieses hatte eine Unterschriftensammlung der Umweltschutzorganisation YASunidos für gescheitert erklärt, mit der die Gruppe eine Volksabstimmung über die von der Regierung geplanten Bohrungen erwirken wollte. YASunidos hatte zwar 757623 Unterschriften eingereicht und damit mehr als die erforderlichen 583324 (fünf Prozent der Wahlberechtigten). Der CNE erkannte jedoch nur 359761 an.

Bei den ungültigen Stimmen seien demnach Angaben wie Name oder Ausweisnummer unvollständig gewesen, es seien aber auch fiktive Namen eingetragen worden, etwa aus Filmen wie Star Wars oder Batman. Paúl Salazar, Vizepräsident des CNE, erklärte zudem, daß bekannte Wortführer der Umweltaktivisten wie Albert...

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